2026-02 Das vornehme Berlin
Liebe Wanderfreundinnen, liebe Wanderfreunde,
im Februar erkunden wir das vornehme Berlin.
Stadtspaziergang durch das vornehme Berlin – vom Roseneck zum S-Bahnhof Grunewald
(Quelle: Faltblatt ‚Stadtspaziergang 4‘ von Der Tagesspiegel und Potsdamer Neueste Nachrichten)
Mit dem Villenvorort Grunewald sind die Namen vieler Berliner Prominenz verbunden, so zum Beispiel die Schauspielerin Brigitte Mira, der Filmproduzent Artur Brauner, die Designerin Sandra Pabst oder der Versandhausgründer Werner Otto.
Vom Start am Roseneck aus ist der erste Punkt von besonderem Interesse das Regent Schlosshotel in der Brahmsstraße 4-10, dass früher die Villa des Millionärs Walter Pannwitz war. Er war als Staranwalt auch für den letzten Kaiser tätig. An der Richard-Strauss-Straße Nr. 10 weist eine Gedenktafel auf den Strafverteidiger Max Alsberg (1877-1933) hin. Der Leo-Blech-Platz erinnert an den Komponisten und Dirigenten Leo Blech, Berliner Staatsoper (bis 1936) und Deutsche Oper (bis 1953).
An der Bismarckallee (Haus-Nr. 40) steht nur noch das Chauffeurshaus der Familie Samuel Levi, ehem. Generaldirektor der Schuhfabrik Salamander. Vorher gehörte das Grundstück dem in Düsseldorf geborenen „Zeitungskönig“ August Hugo Friedrich Scherl (1849-1921). Wir gehen zurück an der Grunewald-Kirche vorbei bis zur Brücke über den Hubertussee bzw. Herthasee. Dort liegt das Mendelssohn-Palais, im Jahr 1898 für den Bankier Franz von Mendelssohn erbaut, ein Großneffe des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy). Seit 1958 gehört das Haus der Johannischen Kirche, die dort ein Gästehaus mit SB-Restaurant betreibt.
Unser Weg führt uns weiter am Bundesumweltamt vorbei bis zum Bismarck-Platz mit Bismarck-Denkmal. Der nördlichste Punkt unseres Spaziergangs ist am Halensee. Früher war dort der Lunapark mit dem europaweit ersten Wellenbad und einem Vergnügungscenter. Doch schon während der Weltwirtschaftskrise musste der Park endgültig schließen. Über Königsallee, Hasensprung und Winkler Straße erreichen wir den südlichen Teil von Grunewald. Ziel ist dabei die Villa Harteneck in der Douglasstraße, heute benannt nach der Inhaber-Firma Ulrich Stein. Die Villa und der großzügig angelegte Park entstanden 1911 für den Rittergutsbesitzer und Chemiefabrikant Carl Harteneck. Nach dessen Tod im Jahr 1922 waren Hugo Stinnes (Stahl), Robert Dunlop (Reifen) und Harry Fuld (Telefongeräte) Eigentümer und Bewohner des Anwesens. Auf dem Weg zur S-Bahnstation Grunewald kommen wir noch am Haus Bettinastraße 12 vorbei, wo Hildegard Knef gewohnt hat.
Bevor wir unseren Spaziergang beenden, sollten wir noch die Gedenkstätte Gleis 17 besuchen, von wo in der NS-Zeit Tausende Juden deportiert wurden. Inschriften auf dem Bahnsteig erinnern an diese grausame Vergangenheit.
Am Ende der Bahnunterführung liegt das Gasthaus Scheune, wo wir zum Abschluss des Ausflugs einkehren.
Anreise: Roseneck – Bus 115, 186, 249, M29, X10
Abreise: S-Grunewald – S7, Bus 186, 349, M19
Länge: ca. 7,5 km
Wandertermine:
- 03.02.2026 (Di) Eike
- 11.02.2026 (Mi) Tino
- 26.02.2026 (Do) Rainer
Eure Anmeldungen nehmen wir gern bis zum 30.01.2026 entgegen.
Aus organisatorischen Gründen müssen wir die Teilnehmerzahl pro Termin auf 20 begrenzen. Beachtet dies bitte bei Euren Anmeldungen.
Treffpunkt: um 10:00 Uhr Bushaltestelle Roseneck vor dem Kiosk „Platzhirsch“
Herzliche Grüße von euren Wanderbegleitern Eike, Rainer und Tino
